Berufswünsche

Dieses Thema im Forum "Schule, Studium & Beruf" wurde erstellt von DotDotEmo, 8. März 2012.

  1. DotDotEmo

    DotDotEmo Gast

    Heyho, an alle die noch zur Schule gehen...
    wisst ihr schon was ihr später werden wollt?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Mai 2012
  2. Stachelmaus

    Stachelmaus Administrator

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    Ich arbeite derzeit als Dolmetscher/Übersetzer und Sprachtrainer, möchte aber in Zukunft gerne promovieren und erarbeite daher gerade ein Exposé für meine geplante Forschungsarbeit.
     
  3. Tofutierchen

    Tofutierchen Ohne Wein ists sinnlos!

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    Wenn ich wüsste, was ich beruflich mal machen würde, würd ich nicht mehr so rumeiern.
    Zwei Sachen schon ausprobiert, von denen ich dachte, dass sie was für mich wären. Aber musste dann feststellen, dass mich der betreffende Beruf einfach nur nervt.

    Naja, erstmal studieren und dann mal weitergucken.
     
  4. Ich hab eigentlich selten wirkliche Berufswünsche gehabt. Immer mal wieder Konzepte und "Visionen", aber am Ende hab ich doch gemerkt, dass mich die Einflüsse des Lebens in die unterschiedlichsten Richtungen treiben und ich am besten damit fahre, mich auf universell anwendbare Fertigkeiten zu konzentrieren und dann die Chancen zu ergreifen, die sich auf dem Weg bieten. Vielleicht ist das ein bisschen eine Gustav-Gans-Mentalität, aber ich bin damit immer hervorragende gefahren.

    Das macht das Leben zwar weniger berechenbar, aber dafür deutlich vielfältiger.

    Vielleicht kann der eine oder andere Leser etwas für sich daraus gewinnen, aber ich habe in den vergangenen Jahren drei Dinge in Bezug auf Arbeit gelernt, die ich für mich als sehr wertvoll empfinde:

    1) Wähle Deinen Beruf nicht danach, was Dir Spaß macht, sondern danach, was Du hervorragend kannst. Ich glaube, viele Menschen machen den Fehler, einen Job danach zu wählen, was ihnen Spaß macht. Aber nur weil mir etwas Spaß macht, muss ich es nicht hervorragend können. Mir hat Grafikgestaltung immer unheimlich viel Spaß gemacht und ich glaube, ich habe da auch ein gewisses Talent zu. Allerdings kann ich kein bisschen zeichnen und das ist für viele Dinge in diesem Bereich einfach ein Knockout-Kriterium; gerade wenn Du alleine oder in einem sehr kleinen Team arbeitest. Außerdem fehlt mir schlichtweg das Verständnis für komplexere Programmiersprachen und zumindest n bisschen Datenbankprogrammierung sollte man vielleicht auch drauf haben. Das Problem liegt dann darin, dass langfristig oft die Erfolgserlebnisse ausbleiben. Das frustriert. Wenn man merkt, dass einem der Job zwar Spaß macht, man aber allenfalls mittelmäßig ist, wenn man sich mit seinen Kollegen vergleicht. Wenn man aber etwas tut, was man wirklich gut kann, wird man sich positiv von seinem Umfeld abheben, Erfolge haben, zufrieden sein. Im Optimalfall findet man etwas, was einem Spaß macht und was man gut kann. Aber ich glaube, es geht mehr Dinge, die einem Spaß machen, als Dinge, die man wirklich richtig gut kann. Also erleichtert es vielleicht die Jobsuche, wenn man sich mehr auf auf die Frage konzentriert, welche Dinge man wirklich ausnahmslos gut beherrscht und sich fragt, in welchem Jobs man das nutzen könnte.

    2) Chancen nutzen, wenn sie kommen
    Mit 18 habe ich eine Zeitungsanzeige gelesen. "Erfahrene Internetnutzer mit Grundlegendem IT-Verständnis für gemeinnütziges Netzwerkprojekt gesucht. Bezahlung auf Honorarbasis." Joa. Ich hab dann da mal angerufen. Stellte sich raus, dass das eine NGO war und die wollten halt von mir, dass ich nach bestimmten Organisationen im Internet suche und von denen die Adressen rausschreibe. Für jede Adresse gibbet 60 Cent. Stundelohn von 10 Euro ist realistisch. Dacht ich mir: Besser als Kisten schleppen im Getränkemarkt, machste mal. Schnell hatte ich nen Trick raus, wie ich mehr verdienen konnte. Mein Stundenverdienst lag hinterher so bei etwa 70€, also in 2 Stunden hatte ich so viel Geld verdient wie meine Freunde an nem Wochenende in der Kneipe oder im Supermarkt. Ich hab danach immer wieder solche Chancen gefunden und auch genutzt. Ich weiß nicht, wie viele ich verpasst habe, aber ich bin sicher, dass ich da kein Glückspilz bin, sondern dass jedem diese Chancen begegnen. Ich meine: Jeder hätte diese Anzeige lesen und auf sie reagieren können. Und auch auf meine Geldsegen-Idee wären sicher auch die meisten hier im Forum gekommen. Wie gesagt: Mir sind noch oft ähnliche Chancen begegnet. Ich kann nur dazu raten: Augen offen halten! Diese Arbeit hatte noch einen sehr willkommenen Nebeneffekt, aber dazu in Punkt 3 noch etwas:

    3) Selbstvermarktung ist das A und O. Was man aus seinem Lebenslauf macht, kann man beeinflussen. Man hat nicht "3 Jahre in verschiedenen Kneipe gejobbt", sondern war "über mehrere Jahre im Gastronomiebereich tätig", wo "eine hohe Sozialkompetenz und Feingefühl im Umgang mit Menschen" ebenso erwartet wurden wie ein "grundlegendes kaufmännisches Verständnis". Das beschreibt ziemlich genau das Tätigkeitsfeld einer Bedienung oder eines Barkeepers, klingt aber beim Lesen so, als habe man die Läden zumindest an bestimmten Abenden geleitet. So als "Chefkellner" oder so. Jedenfalls nicht als Fußvolk. Und auch meine Arbeit für diese Organisation hat sich mehr als bezahlt gemacht. In meinem Lebenslauf steht heute, dass ich 2 Jahre im "Type of business or sector: non-profit" in "Occupation or position held: Public Relations / Research" gearbeitet habe im Rahmen von "Setup of an independent, non-political, not-for-profit international network" mit den "Main activities and responsibilities: "Internet research, establishing contats with non-governmental organisations worldwide" gearbeitet habe. Entspricht so den Tatsachen, denn im zweiten Teil haben wir auf Basis der Daten Anschreiben erstellt, die inhaltlich vorgegeben waren, aber dennoch durch mich und ein paar andere verschickt wurden.

    Offiziell heißt das in einem Vorstellungespräch dann: "Und im Rahmen dieser zweiten Projektphase sind natürlich dann auch viele interkulturelle Kontakte aufgebaut worden, die sich zum Teil zu einer dauerhaften Kooperation entwickelt haben. Ich war damals zum Beispiel auch involviert, als wir einen bedeutenden oxfam-Verband in England für das Projekt gewinnen konnten." De facto habe ich eine E-Mail von denen erhalten und an den Chef weitergeleitet. Und im Grunde behaupte ich auch nicht mehr, ich verwende nur Wörter, die keine tieferen Rückschlüsse zulassen, aber dennoch richtig gut klingen. Spätestens an dieser Stelle hat bei mir kein Arbeitgeber jemals tiefer nachgefragt, aber ich kann nach dem gleichen Muster noch zwei drei weitere "Joker" aus diesem Job ziehen. Außerdem hab ich es an der Uni mit der gleichen Argumentation als Langzeitpraktikum anrechnen lassen können. Ich denke jedenfalls, dass das prinzipiell jeder kann. Seinen Lebenslauf durch den richtigen Blick darauf und die richtige Vermarktung aufwerten. Und ich glaube auch, dass das notwendig ist, wenn man heute gute Jobchancen haben will. Die Soziologie spricht in diesem Zusammenhang zum Beispiel vom "Arbeitskraftunternehmer", der sich selber vermarktet, der also Unternehmer seiner eigenen Arbeitskraft ist. Er ist zugleich Unternehmer wie auch Produkt, das auf dem Markt zum Kauf angeboten wird. Der Arbeitsvertrag ist der Kauf. Kann man jetzt meckern, dass das eigentlich traurig ist, hilft aber nicht, von meckern gibbet keine Kohle. Lernen und adaptieren ist besser, weil: Hilft halt.

    Und ich persönlich denk mir da: Nun, mein Burger bei McDonalds sieht auch nicht aus wie in der Werbung. Besonders liebe ich aber den "Serviervorschlag", zu dem das einladende Foto der erbärmlich dreinschauenden Fertiggerichte dann erklärt wird. Besonders schön ist hier übrigens die Edelsalami von Penny: Kommt in Scheiben und auf dem "Serviervorschlag" liegt im Hintergrund eine nicht-geschnittene Salami und im Vordergrund soll dann wohl die guten Edelsalami-Scheiben liegen. Ja klar ihr Arschgeigen, ich kauf mir ne teure Salami ab Stück, pack die aufn Brett, leg Eure Billigwurst davor und servier die Scheiße dann...und die Salami am Stück leg ich - weil sie ja nur Deko ist - danach wieder in den Kühlschrank. Entschuldigt, wenn ich polemisch werde, aber bei sowas weiß ich dann nie, ob ich mich darüber still amüsieren oder mich darüber ärgern soll, wie dreißt man doch inzwischen manipuliert wird. Jedenfalls: Wenn die Wirtschaft also ihre Produkte so euphemistisch wie möglich vermarkten darf, dann dürfen wir das auch. Gleiches Recht für alle.

    Ich empfehle übrigens den Standardisierten Lebenslauf der EU zu verwenden, gerade wenn man sich vielleicht für ein Studienpraktikum oder einen Job bewirbt, der ein Studium erfordert. Damit ist man eben sehr zeitgemäß und auf normiertem Standard. Zeigt schon mal, dass man informiert ist und offenbar (vielleicht aus eigener Erfahrung im Ausland?) den Sinn der internationalen Standardisierung erkannt hat. Außerdem hat der den riesigen Vorteil, dass er bestimmte Rubriken hat, die jeden Lebenslauf richtig wooooh wirken lassen. Sowas wie "Field of work", wo eben in meinem Falle die wirklich und ehrlich treffendste Auswahl "Public Relations / Research" war. Der ist halt so angelegt und kein Arbeitgeber hinterfragt das, weil da ein verdammtes EU-Logo drauf ist und ne EU-Adresse in der Fußzeile. :D

    Allerdings, das muss man klar sagen: Man wird natürlich an den Erwartungen gemessen, die man schürt. Man sollte sich schon sicher sein, dass man das, was man mit seinem Lebenslauf nach außen suggeriert, auch erfüllen kann, wenn es nötig wird. Manchmal hab ich in der Vergangenheit Angst gehabt, dass ich mich selber überschätze. Bisher hab ich den Erwartungen wohl immer mehr als entsprochen, aber ich hab kein Gespür dafür, wann ich vielleicht zu weit gehe. Ich für mich denke jedenfalls, dass das eben das Risiko ist, was man auf sich nehmen muss.

    Oh man - das Posting ist um ein Vielfaches länger, als es werden sollte. Naja, vielleicht nützt es wem.
     
  5. Jimmy Miller

    Jimmy Miller Frischling

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    Mein Blut ist halb Italienisch halb Deutsch. Ich z
    Kinderpsychologe oder Schulsozialarbeiter...
     
  6. Ivory

    Ivory Frischling

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    Ich wünschte ich wäre mir da so sicher. Sollte mir allerdings bald mal sicher werden, da ich an einem Punkt stehe, an dem ich fast keine Zeit mehr habe und ganz einfach nen Job brauche.
    Schulzeit hab ich hinter mir, erstes Brückenangebot abgebrochen, im zweiten bin ich drin. Im Sommer müsst ich anfangen.
    Und leider gibt es irgendwie nicht viel realistisches, was mich auch interessieren würde.
    Suche momentan im Medizin/Pflegebereich. Hoffe mal das wird was.
     
  7. lol

    lol Frischling

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    Berufswunsch war immer etwas künstlerisches/kreatives. Fast 5 Jahre hab ich damit verbracht, es war lustig, aber brotlos.
    Jetzt mach ich das, was ich kann. Verkaufen und Fleisch zerlegen. Hinter der Ladentheke ist genau meins und das Metzgerhandwerk was nettes nebenbei, was interessant ist...
     
  8. MrMittens

    MrMittens Frischling

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    Rockstaaaa!! :ugly:

    Ähm ne. Ich weiß nicht so recht. Lehrerin? Irgendwas mit Medizin? Irgendwas mit Medien? Pffffff.
     
  9. Emotry

    Emotry Frischling

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    ich war mir auch lange zeit nicht sicher. bin auch ewig rumgeeiert und wusst nicht was ich werden soll. wollt immer i-was kreatives machen, aber auf ne Kunstfos wollt ich net oder auch so grafikerin wollt ich net werden weil ich dachte dadurch würde mich meine Kunst i-wann langweilen.hab dann abschluss gemacht und bin auf ne Fachhochschule und da musst ich in nen Kindergarten und wusste sofort das is es was ich machen will. naja und so mach ich grad ne ausbildung zur erzieherin. vllt schwenk ich aber noch um i-wann und mach noch ne ausbildung zur tattoowiererin, wäre nämlich auch hammer
     
  10. Nobody

    Nobody Gast

    Ich würde gerne Biologie in Rostock studieren. Muss dann aber echt mal schauen, in welche Richtung genau, oder ob ich noch in Richtung Lehratm gehe, Lehrer sind zurzet ja ziemlich gesucht im Osten, vor allem da, wo ich herkomme. Problem: ich will nichtmehr zurückkommen, also nützt mir der Faktor nicht wirklich.
     
  11. DotDotEmo

    DotDotEmo Gast

    ich schau das ich mein abitur mache und dann informatik studiere. mal schauen, vllt mach ich eine ausbildung als mathematisch technischer softwareentwickler :D
     
  12. Ich kann mich iwie nicht entscheiden :D Aber am liebsten würde ich was mit Mode machen...aber was genau weiß ich auch noch nicht..
     
  13. DotDotEmo

    DotDotEmo Gast

    und dann schickst du mir entwürfe ja^^
     
  14. Ivory

    Ivory Frischling

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    Was ist denn für dich "was mit Mode"? Die Branche ist sehr gross. Mode designen? Mode schneidern? Mode präsentieren? Für ein Modemagazin schreiben? Eher administrative Sachen?
    Da gibt es viel Auswahl. "Was mit Mode" klingt immer als gäbe es nur den Beruf der Schneiderin oder so.
     
  15. Screamo

    Screamo Frischling

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    Koblenz
    "was mit medien"
     
  16. DotDotEmo

    DotDotEmo Gast

    Oho! das nenne ich mal aussagekräftig o_O
     
  17. Ja mach ich DotDotEmo :D
     
  18. sendepause

    sendepause Frischling

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    Berufsreiterin.
    Wäre in den nächsten 8 Jahren machbar. Außer ich brech mir irgendwas wichtiges.
     
  19. !!Fishion

    !!Fishion Gast

    Mein absoluter Traumberuf wäre Modedesignerin. Hab' da auch schon einige Einblicke haben dürfen und mir von einer Dozentin der Münchner Modeschule sagen lassen, dass ich dafür ein gutes Gespür habe.
    Schade, dass ich später unbedingt Familie will, eine Wunschheimat habe, wo ich das eher nicht werden kann und auch nicht daran glaube, mir mal einen Namen machen zu können. Dann vielleicht eher Modemanagement?
    Möbeldesign würde mich auch reizen.

    Ich bin jedenfalls schöpferisch/gestalterisch und auch handwerklich veranlagt und will daraus etwas machen. Außerdem bin ich ganz gut im Organisieren.
    Studieren sollte ich den Beruf aber schon können, ich will auf keinen Fall ein hilfloses armes Schneiderlein sein.

    Aber was genau es nun werden soll? Ich weiß es nicht.
     
  20. lol

    lol Frischling

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    Sendlinger Tor? Oder wo?
     

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